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BARF - Die artgerechte, natürliche Ernährung des Hundes

Wir sollten uns immer vor Augen führen, dass es von besonderer Wichtigkeit ist, sowohl für uns selbst, als auch für die Tiere in unserer Obhut, das Leben und somit auch insbesondere die Ernährung so naturgemäß wie irgendwie möglich zu gestalten. Es liegt zu einem ganz bedeutenden Teil an uns, ob wir selbst und unsere Haustiere bis ins hohe Alter gesund und vital sind oder ein Leben lang kränkeln. Eine natürliche Kost ernährt nicht nur und ermöglicht Wachstum, sondern bietet auch ein bedeutendes Maß an Schutz vor Krankheiten.

Letztlich ist die Natur vom Menschen nicht zu übertreffen!

Hunde und Katzen gehören zu der Familie der Raubtiere. Sie ernährten sich in ihrer natürlichen, wilden Existenz hauptsächlich oder ausschließlich von Fleisch. Dementsprechend sind auch ihre Körper aufgebaut (Reißzähne, kräftige Kieferknochen/-Muskeln, muskulöse Mägen, kleine/kurze Verdauungsapparate, saure Verdauungssäfte). Bis auf größere Knochen, einen Großteil von Haut und Fell und einen Teil des Magen-Darm-Inhaltes wird das gesamte Beutetier verzehrt. Grundsätzlich sind für Karnivoren (Fleischfresser) in Fleisch und Innereien alle natürlichen Nährstoffe (Eiweiß, Fett, Mineralien, Vitamine, Enzyme, Ballaststoffe) enthalten, die sie für ein gesundes Leben benötigen.
Jedoch ist der Hund (wie sein Vorfahr der Wolf) im Gegensatz zur Katze kein reiner Fleischfresser. Neben dem Beutetier frisst er auch Obst, Kräuter, Beeren, Gräser, Wurzel, Insekten und den Kotabsatz von Pflanzenfressern.

Die Futterpyramide

Die Pyramide zeigt dir einen optischen Überblick über die prozentuale Verteilung der benötigten Futterkomponenten für einen erwachsenen, gesunden Hund. Das Verhältnis vom fleischlichen zu pflanzlichem Anteil sollte um 80 zu 20 liegen, darf auch 70 zu 30 oder 90 zu 10 sein. Nicht alle aufgeführten Komponenten müssen zwangsläufig täglich verfüttert werden.

Ein Mangel in der Ernährung müsste über Monate andauern, bevor sich Anzeichen zeigen würden. Achte beim Barfen einfach darauf, dass die Abdeckung mit den aufgeführten Komponenten monatlich eingehalten wird. Bekommt dein Tier heute bspw. keine Innereien, bekommt es die Innereien eben in den nächsten Tagen. So einfach ist Barfen, wenn man das Prinzip verstanden hat.

Davon ausgeklammert ist die RFK-Fütterung. Rohe fleischige Knochen fütterst du bitte regelmäßig, damit die einzelne Menge für dein Tier nicht zu hoch wird und sich dadurch noch Verdauungsprobleme einstellen. Knochen solltest du auch nicht auf nüchternen Magen füttern.

Einige Vorteile der Rohfütterung im Überblick:

  • Kein Zahnstein
  • Kein übler Hundegeruch
  • Weniger Parasiten
  • Starkes Immunsystem
  • Wesentlich kleinere Kotmengen
  • Starke Bänder und Sehnen
  • Bessere Muskulatur
  • Erleichterung bei arthritischen Erkrankungen
  • Weniger Wachstumsprobleme
  • Drastisch reduziertes Risiko von Magendrehungen
  • Schönes, gesundes, glänzendes Fell
  • Freude am Fressen
(Quelle: Swanie Simon (2014): BARF – Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde. Verlag Drei Hunde Nacht. Neustadt an der Aisch, 6. Auflage, Seite 16.)

Erfahrungen aus der BARF-Fütterung:                

Aus unserer eigenen BARF-Erfahrung ergänzen wir noch Folgendes:

  • Bietet die Möglichkeit, die Ernährungssituation eines Hundes ganz individuell zu berücksichtigen (z.B. Alter, Wachstum, Fell-und Hautbeschaffenheit, Aktivität, Futterverträglichkeiten, uvm.)
  • Gute Verdaulichkeit – es gibt weniger Verdauungsprobleme
  • Hohe Verwertbarkeit des Futters (dadurch weniger Kotabsatz)
  • Übergewicht kann gezielt vermieden und/oder abgebaut werden
  • Bleibt der Hund aufgrund einer natürlichen und gesunden Ernährung bis ins hohe Alter gesund und vital, kann das eine Menge Tierarztkosten sparen
  • Es verschafft dem Halter ein unheimlich befriedigendes Gefühl, bei der Fütterung zu wissen, was der Hund bekommt und dass er gesund ernährt wird
  • Höhere Vitalität, Agilität und Aufnahmebereitschaft

Futtermengen

Literaturübergreifend empfehlen Ernährungswissenschaftler eine Tagesfuttermenge von 2-4% des Körpergewichtes (große Rassen eher 2%, kleine Rassen eher 4%) für erwachsene Hunde mit normaler Aktivität (ca. 2h Aktivität/Tag). Die Futtermenge sollte aber immer in Abhängigkeit von Jahreszeit (Temperaturen), Aktivitäten/Auslastung, Alter und Gesundheitszustand des Hundes gesehen werden. Für Welpen wird eine Gesamttagesfuttermenge von 5-7% angeraten, verteilt auf mehrere kleine Mahlzeiten. Ab der 12. Woche erhalten Welpen 2-4% des zu erwartenden Endgewichtes.
Im Weiteren sind sich Ernährungswissenschaftler darüber einig, dass die Gesamttagesfuttermenge ca. 60-90% tierische Erzeugnisse (Fleisch, fleischige Knochen, Knorpel, Innereien, Pansen, Milchprodukte – Welpen eher 90%, Senoiren eher 60%) und 10-40% pflanzliche Erzeugnisse (Gemüse, Obst, Getreide (optional)) enthalten sollte.
Die tierischen Komponenten unterteilen sich dann in Fleisch (ca. 50%), grüner Pansen (ca. 20%), Innereien (ca. 15%) und fleischige Knochen/Knorpel (ca. 15%) auf.
Die pflanzlichen Bestandteile des Futters unterteilen sich in ⅔ Gemüse und ⅓ Obst. Wenn Getreide gefüttert wird, sollte der Anteil an der Gesamtfuttermenge 10% nicht überschreiten.

Gemüse · Obst · Kräuter

Gemüse und Obst sollten – neben den tierischen Erzeugnissen – in fast jeder Barf-Ration zu finden sein, da sie die zweite wichtige Grundlage der Rohernährung darstellen. Vor allem Gemüse stellt den Ersatz für den Magen-Darm-Inhalt von Beutetieren dar. Gemüse und Obst versorgen den Hund mit Vitaminen, Mineralien, Enzymen, Spurenelementen und auch sekundären Pflanzenstoffen. Ihre Ballaststoffe/Faserstoffe dienen der Darmpflege und -reinigung und lockern den Stuhl auf. Ganz wichtig ist auch hier, der Natur zu folgen und saisonal, vielfältig und frisch zu füttern.

Gemüse sollte den überwiegenden Teil der vegetarischen Futterkomponente (ca. 75%) ausmachen. Um die Zellstruktur aufzuschließen, sind Enzyme erforderlich, die dem Hund fehlen. Daher püriert man das Gemüse oder dünstet es leicht an.

Kräuter

Kräuter gehören zur Ernährung. Wild lebende Tiere bedienen sich der Naturapotheke und kennen diese wohl besser als wir. Kräuter mit stark medizinischer Wirkung sind allerdings mit Vorsicht und nicht ohne Rücksprache mit einem Heilpraktiker oder Tierarzt, der sich mit Ernährung auskennt, zu verfüttern.

„Zum Beispiel eignen sich Brennessel, Dill, Borretsch, Gänseblümchenblätter, Gräser, Klee, Brunnenkresse, Löwenzahn, Malven, Petersilie, Scharfgabe, Spitzwegerich, Vogelmiere, Giersch, Hagebutten, Alfalfa und Brombeerblätter zur normalen Fütterung.“
(Quelle: Swanie Simon (2014): BARF – Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde. Verlag Drei Hunde Nacht. Neustadt an der Aisch, 6. Auflage, Seite 33.)
Zu unserer Seite GEMÜSE, Obst und kräuter
BARF time Info Fette und Oele Lachs

Fette & Öle

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind dem Hund mit der Nahrung zuzuführen. Im Fleisch und Fett sind ausreichend Omega-6-Fettsäuren enthalten. Es bietet sich daher an, Lachs- oder Hanföl aufgrund ihres hohen Omega-3-Fettsäurengehaltes als Nahrungsergänzung zu benutzen.

Allerdings sollte nicht mehr als 1ml auf 100gr Fleisch zugegeben werden, da sich der Vitamin E – Bedarf des Hundes bei der Aufnahme von Omega-3-lastigem Öl erhöht. Bei Hauterkrankungen hat sich Nachtkerzenöl bewährt.

Fette & Öle

Knochen

Hier gelten wichtige Grundregeln: Knochen sind immer roh, unter Aufsicht und nicht auf nüchternen Magen zu füttern! Sie dürfen niemals verfüttert werden, wenn sie vorher in irgendeiner Form erhitzt (gekocht, gebacken, gebraten) wurden!  Durch einen Erhitzungsvorgang verändert sich die Knochenstruktur, er wird brüchig und kann splittern.

Knochen sind der wichtigste Calziumlieferant in der Rohernährung. Ihr Anteil an der Gesamtfuttermenge sollte 5% reine Knochen oder 10-15% rohe Fleischknochen ausmachen. Nach Möglichkeit sind weiche Fleischknochen (z.Bsp. KalbsbrustQuerrippe) mit Fleisch, Fell oder Haut zu bevorzugen.

Füttert keine großen Mengen Knochen auf einmal, da dies zu Verstopfungen führen kann (10gr/kg/KG). Verträgt euer Hund keine ganzen Knochen, könnt ihr gewolfte Knochen oder Knochenmehl benutzen.

Barfen Calcium Phosphor Verhältnis
Barfen Calcium Phosphor

Calzium-Phosphor-Verhältnis

Der Calzium-Phosphor-Gehalt des Hundefutters ist inzwischen aufgrund neuer Erkenntnissen der Ernährungswissenschft recht umstritten. Die empfohlene Calciummenge lag vor einigen Jahren noch viel höher als heute und man gab vor, dass das Ca:P Verhältnis unbedingt bei 1:1 bis 1,2:1 liegen sollte. Neue Erkenntnisse, die 2006 von der NRC (National Research Council) veröffentlich worden sind, besagen, dass ein erwachsener Hund im Erhaltungsstoffwechsel ca. 50 mg Ca/kg Körpergwicht/Tag benötigt. Jetzt heißt es, nicht das Ca:P Verhältnis wäre wichtig, sondern die Abdeckung des Calciumbedarfs des Hundes. Dies ist bei einer ausreichenden Knochenfütterung gegeben. In der Rohernährung kann man von einem durchschnittlichen Calcium-Gehalt der Knochen (RFK) von mind. 2.500 mg/100g ausgehen, vorausgesetzt man füttert verschiedene Knochen (Brustbein, Ochsenschwanz, Hühnerflügel usw.). So ist eine ausreichende Calcium Versorgung bei einer Menge von 10% RFK der Gesamtration gewährleistet.

(Quelle: Swanie Simon (2014): BARF – Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde. Verlag Drei Hunde Nacht. Neustadt an der Aisch, 6. Auflage, Seite 26.)

Barfen auf Reisen

Grundsätzlich kann man Fleisch am Reiseort kaufen. In Küstengebieten besteht die Möglichkeit, frischen Fisch zu füttern. Wenn am Reiseort ein Kühlschrank vorhanden ist, sind Fleischwürste, die aufgetaut im Kühlschrank aufbewahrt werden können, geeignet. Empfehlenswert ist gefriergetrocknetes Fleisch. Das könnt ihr trocken oder eingeweicht verfüttern. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit für den Urlaubszeitraum auf Fertigfutter in Dosen umzusteigen. Achtet hier aber soweit möglich auf möglichst naturbelassenen Doseninhalt und eine schonende Einkochmethode.
Da sich eine ausgewogene Ernährung über einen Zeitraum von mehreren Wochen erstreckt, ist es – bei sonst ausgewogener Fütterung – nicht problematisch, den Hund kurzzeitig etwas einseitig zu ernähren.

Fasten

Hierzu ist sich die Fachliteratur im Wesentlichen einig: Fasten ist in der Rohfütterung kein Muss. Wenn der Hund und auch der Halter damit zurechtkommen, ist ein Fasttag in der Woche gut zur Entlastung und Regeneration des Magen-Darm-Traktes und der Verdauungsorgane. Wenn nicht, kann man ein bis zwei fleischfreie Tage einhalten.

Unbedingt fasten sollten Hunde aber bei Durchfall für 24-48h!

Damit wird der Durchfall eingedämmt und die Bildung von Allergien vermieden. Anschließend beginnt man die Fütterung mit einem moroschen Möhrenbrei und mischt nach und nach wieder rohes oder mit kochendem Wasser überbrühtes, gewolftes Fleisch bei.

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Inhaber: Sebastian Schmidt

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