ZUTAT 1 · ETWA 40 %
Muskelfleisch
Die fleischliche Grundlage der Ration.
Weitere Zutaten direkt im Napf antippen.
BARF time · Wissen für den Napf
Wie starte ich? Welche Zutaten brauche ich? Und wie viel gehört in den Napf? Hier findest du verständliche Antworten für den Alltag – mit eigenen Hinweisen für Hund und Katze.

Lieber gegart füttern? Bei uns findest du bereits gegarte Produkte – ohne selbst zu kochen. Gegartes Futter entdecken
BARF-BAUSTEINE AUF EINEN BLICK
Wähle Hund oder Katze und tippe eine Zutat im Napf an.
Die Bilder zeigen die Grundbausteine, keine fertigen Rezepte oder Mengenempfehlungen.
ZUTAT 1 · ETWA 40 %
Die fleischliche Grundlage der Ration.
Weitere Zutaten direkt im Napf antippen.
Die Tagesmenge ist ein Richtwert, keine starre Vorgabe. Bei gesunden, erwachsenen Hunden darf es an einem Tag etwas mehr und am nächsten etwas weniger sein. Entscheidend sind der passende Gesamtfutterplan sowie Gewicht und Körperform deines Hundes.
Für gesunde, ausgewachsene Tiere mit normalem Körpergewicht. Der Rechner ist eine Rechenhilfe für feuchte Frischrationen. Er bestimmt weder den individuellen Energiebedarf noch eine vollständig ausgewogene Rezeptur.
Beispielaufteilung, keine verzehrfertige Rezeptur: Knochenart, Fettgehalt und Nährstoffversorgung müssen gesondert geprüft werden. Die Knochenmenge darf nicht grammgleich durch ein Calciumpulver ersetzt werden.
| Komponente | pro Tag | für den Vorrat |
|---|
Rechenbasis: 80 % tierisch / 20 % pflanzlich. Tierisch: 50 % Muskelfleisch inkl. Fett, 20 % Pansen, 15 % Innereien, 15 % rohe fleischige Knochen. Ohne Pansen: dessen Anteil wird Muskelfleisch. Pflanzlich: ⅔ Gemüse, ⅓ Obst. Alle Futtermengen sind auf ganze Gramm gerundet. Die Zutaten ergeben zusammen die Tagesmenge; der Vorrat ergibt sich aus Tagesmenge × Tagen.
Für dein Tier gilt: Gewicht und Körperform regelmäßig beobachten. Bei Zu- oder Abnahme zuerst die Futtermenge und den Energiegehalt des gesamten Futterplans prüfen; Snacks und weitere Futtergaben mitrechnen. Größere oder unerklärliche Gewichtsänderungen bitte tierärztlich abklären lassen. Öle, Calcium, Jod, Vitamine und Taurin werden hier nicht dosiert; Ergänzungen weiterhin passend zum vollständigen Futterplan dosieren. Calcium & Ergänzungen
Die wichtigsten Entscheidungen vor der ersten selbst zusammengestellten Ration.
BARF bedeutet hier die Fütterung mit rohen Zutaten nach einem geplanten Gesamtkonzept, dem Beutetierkonzept. Fleisch allein ist keine vollständige Ration. Zusätzlich müssen unter anderem die Versorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen und essenziellen Fettsäuren sowie bei Katzen mit Taurin stimmen. Das Beutetiermodell hilft bei der Übersicht; Prozentanteile ersetzen keine Prüfung der Nährstoffversorgung.
Reines Fleisch mit Gemüse ist auch während einer längeren Umstellung keine vollständige Dauerfütterung.
Beginne mit einer kleinen Menge der geplanten, gut verträglichen Ration und erhöhe den Anteil schrittweise. Neue Zutaten einzeln einführen; viele Änderungen gleichzeitig erschweren die Beurteilung. Ein fester Zeitplan passt nicht zu jedem Hund. Eine vorgeschaltete Fastenphase ist keine Voraussetzung, erleichtert aber oft die Umstellung. Bei Vorerkrankungen oder anhaltenden Beschwerden sollte die Umstellung individuell begleitet werden. Wir helfen dir dabei!
Nein. Bei uns findest du bereits schonend gegarte Produkte. Du musst das Fleisch nicht selbst kochen. Wähle die Zutaten passend zum Futterplan und beachte die Hinweise zum Auftauen und Ergänzen auf dem jeweiligen Produkt.
Bei der Futterplanung kann dich ein ernährungskundiger Tierheilpraktiker oder Tierarzt unterstützen. Bei einer Erkrankung sollte die Auswahl zu den medizinischen Befunden und Behandlungsvorgaben passen.
Ja, eine nachvollziehbare Planung ist sinnvoll: Sie hält Mengen, Zutaten und Ergänzungen fest. Ein einmal fachlich berechneter Plan kann im Alltag durch passende Portionen umgesetzt werden. Bei wesentlichen Zutatenwechseln, Gewichtsveränderungen oder einer neuen Lebensphase muss geprüft werden, ob er weiterhin passt. Abwechslung allein garantiert keine bedarfsdeckende Versorgung.
Die Bezeichnungen „Menü“, „Mix“ oder „komplett“ im Produktnamen beantworten das nicht. Prüfe die Futtermittelart, Zusammensetzung und Fütterungshinweise. Einzelfuttermittel und Ergänzungsfuttermittel benötigen eine passende Ergänzung der Gesamtration. Was bereits im Mix enthalten ist, darf nicht versehentlich nochmals in voller Menge zugegeben werden.
Du kannst Zutaten, Konsistenz und Mengen gezielt auswählen. Gleichzeitig gehören Planung, Einkauf, Tiefkühlplatz, Portionierung und Küchenhygiene dazu. Gesundheit, Fell oder Lebenserwartung lassen sich aus der Fütterungsform allein nicht vorhersagen. Entscheidend sind eine passende Nährstoffversorgung und ein sicherer Umgang mit dem Futter.
Wir empfehlen, BARF nicht mit Trocken- oder Dosenfutter zu mischen. Verschiedene Fütterungsarten zu vermischen, sehen wir nicht als Vorteil.
Die Prozentbeispiele beziehen sich ausschließlich auf gesunde, ausgewachsene Hunde.
Erwachsene Hunde: Häufig sind 2–4 % des Körpergewichts eine erste Orientierung. Aktivität, Körperbau und der Fettgehalt des Muskelfleischs beeinflussen die passende Menge.
Welpen und Junghunde: Sie brauchen im Verhältnis zum Körpergewicht meist mehr Futter. Die Menge richtet sich nach Alter, Wachstum und erwartetem Endgewicht. Ein abgestimmter Welpenplan wächst mit – die 2–4 % gelten hier nicht pauschal.
Senioren: Wer ruhiger wird, braucht oft weniger Energie. Ein aktiver oder schlanker Senior kann weiterhin mehr benötigen. Entscheidend sind Figur, Bewegung und Gesundheit, nicht das Alter allein.
Die Portion muss nicht jeden Tag exakt gleich sein. Bei erwachsenen Hunden zählt die passende Gesamtmenge über mehrere Tage: Wird dein Hund zu rund, passe die Energiezufuhr nach unten an; wird er zu dünn, prüfe zuerst Futtermenge und Fettgehalt des Muskelfleischs. Bei Welpen oder unklaren Gewichtsveränderungen helfen wir dir beim passenden Futterplan.
Die Zahlen stehen für tierische und pflanzliche Bestandteile: 80/20 bedeutet 80 % tierisch und 20 % pflanzlich.
Daneben gibt es andere Modelle: 70/30 mit mehr pflanzlichem Anteil, bei Senioren teils 60/40 und bei Welpen teils 90/10. Das sind mögliche Aufteilungen, keine festen Altersregeln. Entscheidend ist, dass der gesamte Futterplan zum Hund passt – besonders im Wachstum und bei Krankheiten.
Im 80/20-Beispiel wird der tierische Anteil in 50 % Muskelfleisch einschließlich Fett, 20 % Pansen, 15 % Innereien und 15 % rohe fleischige Knochen aufgeteilt. Diese Werte beziehen sich auf den tierischen Anteil, nicht auf den ganzen Napf. Die Aufteilung allein garantiert noch keine vollständige Nährstoffversorgung.
Für eine abwechslungsreiche Fütterung empfiehlt es sich, zwischen 3 und 4 gut verträglichen Fleischsorten zu wechseln. Es müssen nicht sämtliche verfügbaren Fleischsorten gefüttert werden. Bei Unverträglichkeiten oder während einer Ausschlussdiät wird die Auswahl gezielt begrenzt.
Der Fettgehalt der Ration beeinflusst ihre Energiedichte stark. Die häufig genannten 15–25 % beziehen sich auf das Muskelfleisch im Hundemodell, nicht auf die gesamte Ration und nicht auf eine zusätzliche Ölmenge. Ob und wie viel tierisches Fett ergänzt wird, hängt vom vorhandenen Fleisch, dem Energiebedarf und der Verträglichkeit ab. Änderungen langsam vornehmen; bei Erkrankungen individuell planen.
Nein, sie sind kein Muss. Grüner Pansen und Blättermagen können den Futterplan bereichern und enthalten neben natürlichen Bakterien auch vorverdaute Pflanzenreste.
Bei Allergikern beachten: Rückstände aus dem Futter des Schlachttiers können enthalten sein, etwa Getreidebestandteile oder Gräser. Reagiert dein Hund auf diese Bestandteile, können sie Beschwerden auslösen oder verstärken. Dann Pansen und Blättermagen besser weglassen und passend ersetzen.
Leber, Niere, Milz und Lunge liefern unterschiedliche Nährstoffe. In der BARF-Lehre gibt es eine am Beutetier orientierte Faustregel für die Innereienmischung:
2 Teile Leber und je 1 Teil Niere, Milz, Lunge und Herz. Die Lebermenge ist damit doppelt so groß wie die Menge jeder einzelnen anderen Komponente. Das Verhältnis bezieht sich auf die Innereienmischung, nicht auf die gesamte Ration.
Herz besteht aus Muskelgewebe. In unserem Hundemodell wird es zum Muskelfleisch gerechnet; in der genannten klassischen Aufteilung zählt es zum Innereienmix. Deshalb Herz im Futterplan nur einmal anrechnen. Die Aufteilung ist eine Orientierung und muss zum gesamten Futterplan passen.
Verteile die geplante Menge auf mehrere kleinere Portionen und mische sie mit dem übrigen Futter. Eine große Innereienportion auf einmal kann weichen Kot auslösen. Wird eine Innerei nicht akzeptiert, versuche zunächst eine kleine Menge fein unterzumischen. Dauerhaftes Weglassen erfordert eine passende Alternative im Plan.
Gemüse und Obst liefern im BARF-Plan vor allem Faserstoffe. Sie können die Verdauung und Kotkonsistenz unterstützen. Auch pflanzliche Vitamine können genutzt werden – wie gut, hängt von Sorte und Zubereitung ab.
Innereien sind wichtige Vitaminquellen, etwa für Vitamin A und verschiedene B-Vitamine. Gemüse und Obst ersetzen sie nicht. Für die vollständige Versorgung zählt der gesamte Futterplan.
Im 80/20-Beispiel besteht der pflanzliche Anteil aus etwa 2 Teilen Gemüse und 1 Teil Obst. Obst ist kein Muss und kann je nach Verträglichkeit durch geeignetes Gemüse ersetzt werden.
Hunde können viele pflanzliche Bestandteile besser nutzen, wenn deren Zellstruktur aufgeschlossen wird. Gemüse und Obst deshalb fein pürieren, raspeln oder – je nach Sorte – schonend garen.
Neue Sorten am besten einzeln und in kleinen Mengen einführen. So lässt sich die individuelle Verträglichkeit leichter beurteilen.
Zum Beispiel Karotte, Zucchini, Kürbis oder Pastinake sowie kleine Mengen Apfel ohne Kerngehäuse oder Beeren, jeweils nach Verträglichkeit. Neue Sorten einzeln testen. Kartoffeln nur ausreichend gegart füttern. Bittere Zucchini oder Kürbisse entsorgen. Weintrauben, Rosinen, Zwiebelgewächse und rohe Bohnen gehören nicht in den Napf. Kerne und Steine entfernen.
Nein. Geeignet zubereitete Stärkequellen können in einer berechneten Hunderation Energie liefern. Reis und Kartoffeln werden ausreichend gegart. Ob sie sinnvoll sind und welche andere Energiequelle sie ersetzen, richtet sich nach Verträglichkeit und Plan. Das Rechnerbeispiel bildet nur das Modell ohne Getreide ab.
Diese Zutaten sind keine notwendige Grundlage einer BARF-Ration. Kleine verträgliche Mengen können im Plan berücksichtigt werden. Kräuter sind nicht automatisch harmlos; konzentrierte Präparate nicht wahllos kombinieren. Rohe Sprossen sind hygienisch empfindlich. Milchprodukte können durch ihren Milchzucker Beschwerden auslösen. Lass solche Extras weg, wenn kein konkreter Nutzen für deine Ration besteht.
Gewolftes Futter lässt sich leicht portionieren und mit anderen Komponenten vermischen. Durch die größere Oberfläche ist es jedoch empfindlicher gegenüber Keimen und Oxidation und sollte besonders sorgfältig gekühlt und hygienisch verarbeitet werden.
Stückiges Fleisch beschäftigt viele Hunde länger und macht die einzelnen Bestandteile besser erkennbar. Es ersetzt keine Zahnpflege und ist für stark schlingende Hunde nicht automatisch sicher.
Die passende Form richtet sich nach Kauverhalten, Zahnstatus, Verdauung, Alter und individueller Verträglichkeit. Bei Schluckproblemen oder Erkrankungen wird die passende Konsistenz mit einem ernährungskundigen Tierheilpraktiker oder Tierarzt abgestimmt; Schluckprobleme müssen zuvor tierärztlich abgeklärt werden.
Nein. Bei gesunden, erwachsenen Hunden ist die errechnete Tagesmenge ein Orientierungswert. In der Natur gibt es Beute weder immer zur gleichen Zeit, noch ist sie immer gleich groß. Auch im Napf darf eine Portion mal größer und mal kleiner ausfallen.
Richte die Futtermenge nach Aktivität, Wetter und Körperzustand aus: Viel Bewegung oder Kälte bei längerem Aufenthalt draußen können den Bedarf erhöhen. An ruhigen Tagen kann weniger passen. Entscheidend ist, dass dein Hund seine passende Figur hält und der Futterplan über mehrere Tage insgesamt ungefähr eingehalten wird. Snacks und Kauartikel zählen mit; Ergänzungen dosierst du weiterhin nach Plan.
Viele erwachsene Hunde kommen mit 2 Mahlzeiten zurecht. Empfindliche Tiere können kleinere, regelmäßige Portionen benötigen. Ein regelmäßiger Fastentag ist nicht erforderlich.
Zu dünn
Stark eingezogene Taille. Rippen und Knochen treten deutlich hervor.
Passende Figur
Taille erkennbar. Rippen unter einer dünnen Fettschicht gut tastbar.
Zu dick
Kaum erkennbare Taille. Rippen unter der Fettauflage schwer tastbar.
Von oben anschauen und mit den Händen prüfen: Fell und Körperbau können täuschen. Die Zeichnung ist eine Orientierung; beurteile auch die Bauchlinie von der Seite und die Muskelmasse.
Beobachte deinen Hund, nicht nur die Zahl im Rechner.
Kontrolliere das Gewicht regelmäßig und passe die Fütterung schrittweise an. Bei größeren Mengenänderungen die Nährstoffversorgung des gesamten Plans mitprüfen; größere oder unerklärliche Gewichtsveränderungen tierärztlich abklären lassen.
Katzen haben andere Anforderungen. Ein verkleinerter Hundenapf reicht nicht aus.
Nicht unverändert. Katzen benötigen eine speziell für sie zusammengestellte Ration, unter anderem mit ausreichend Taurin und einer passenden Versorgung mit Vitamin A, Arachidonsäure, Calcium und weiteren Nährstoffen. Eine hohe Fleischquote allein genügt nicht. Auch ein als Katzenprodukt angebotener Fleischmix ist nicht automatisch ein vollständiges Futter.
Die passende Menge hängt von Energiegehalt, Körperzustand, Aktivität, Alter und Gesundheitszustand ab.
Wichtig ist auch, ob deine Katze ausschließlich dein Futter bekommt oder als Freigänger zusätzlich Beute frisst. Wie viel sie draußen tatsächlich aufnimmt, lässt sich meist kaum einschätzen. Orientiere dich deshalb vor allem an ihrer Gewichtsentwicklung, Körperform und der Futteraufnahme zu Hause.
Wohnungskatze oder vollständig von dir versorgte Katze: Die gesamte Energie- und Nährstoffversorgung muss aus dem bereitgestellten Futter kommen. Die BARF-Ration braucht deshalb eine vollständig auf die Katze abgestimmte Zusammensetzung.
Freigänger: Mäuse, Vögel und andere Beutetiere sowie Insekten können zur Futteraufnahme beitragen. Freigang allein ist aber kein Grund, die Ration pauschal zu kürzen oder notwendige Ergänzungen wegzulassen. Auch Jahreszeit und Jagderfolg können den Bedarf an Futter zu Hause verändern.
Im Rechner kannst du einen bereits festgelegten Prozentwert in Tages- und Einkaufsmengen umrechnen; eine automatische Katzenrezeptur wird daraus nicht abgeleitet.
Katzen können ihren Taurinbedarf nicht ausreichend durch körpereigene Bildung decken. Taurin muss deshalb über die Nahrung gesichert sein. Der Gehalt einzelner Fleischsorten schwankt; Herz ist keine Garantie für eine ausreichende Versorgung. Eine Ergänzung wird passend zum vollständigen Rezept und zum verwendeten Produkt festgelegt, statt pauschal aus dem Körpergewicht abgeleitet.
Katzen benötigen überwiegend tierische Zutaten. Kleine Mengen geeigneter Faserstoffe können je nach Ration und Kotkonsistenz sinnvoll sein. Eine feste Obstquote ist nicht erforderlich, und Pansen gehört nicht zwingend in einen Katzenplan. Die häufig genannte Aufteilung 95/5 beschreibt nur ein grobes Modell und ersetzt keine Nährstoffberechnung.
Biete zunächst eine kleine Menge neben dem vertrauten Futter an oder mische eine geringe Menge unter, wenn sie das akzeptiert. Konsistenz, Geruch und Temperatur können die Akzeptanz beeinflussen. Steigere langsam und halte fest, wie viel tatsächlich gefressen wird. Erzwinge den Wechsel nicht durch Hunger. Katzen brauchen manchmal deutlich länger als Hunde.
Nein. Futterverweigerung sollte bei Katzen frühzeitig tierärztlich abgeklärt werden, insbesondere wenn sie gar nichts frisst, übergewichtig ist oder weitere Beschwerden zeigt. Längere Nahrungskarenz kann gefährlich werden. Biete akzeptiertes Futter an und kontaktiere die Tierarztpraxis; ein BARF-Wechsel hat in dieser Situation keine Priorität.
Mehrere kleine Mahlzeiten passen häufig gut zum Fressverhalten von Katzen. Stelle jeweils kleine frische Portionen bereit und entferne Reste zeitnah. Rohes Futter sollte nicht stundenlang ungekühlt stehen. Frisches Trinkwasser muss unabhängig vom Wassergehalt der Ration verfügbar sein.
Ja, wenn die Mineralstoffversorgung passend berechnet wird. Fleisch enthält viel Phosphor und vergleichsweise wenig Calcium. Calciumquelle und Dosierung müssen zur gesamten Ration passen. Knochenmehl, Calciumcarbonat und Eierschalenpulver sind nicht grammgleich austauschbar. Bei Zahnproblemen werden keine ganzen Knochen angeboten.
Nur wenn das konkrete Produkt für genau dieses Rezept und diese Tierart vorgesehen ist und vollständig nach Anleitung eingesetzt wird. Manche Mischungen benötigen zusätzlich bestimmte Innereien, Fett oder andere Zutaten; andere enthalten bereits Calcium oder Vitamine. Produktanleitung und Gesamtrezept müssen zusammenpassen. Ergänzungen nicht übereinander stapeln.
Beides kann in einer berechneten Ration enthalten sein, ersetzt aber keine vollständige Ernährung. Leber ist besonders vitamin-A-reich und wird passend dosiert. Fischart und Zubereitung beeinflussen die Eignung; eine einseitige Fischfütterung ist ungeeignet. Lebertran und zusätzliche Vitaminpräparate müssen mitgerechnet werden.
Diese Lebensphasen benötigen eine eigene Planung mit passenden Energie- und Nährstoffmengen. Ein Erwachsenenrezept wird nicht einfach hochgerechnet. Wachstum und Entwicklung werden regelmäßig kontrolliert. Der Mengenrechner gibt für diese Fälle bewusst keine pauschale Empfehlung aus.
Die gesamte Ration und der deklarierte Produktgehalt bestimmen die Dosierung.
Nein. Eine knochenfreie Ration ist möglich, wenn Calcium und gegebenenfalls Phosphor sowie die übrigen Nährstoffe gezielt ergänzt werden. Eine fehlende Knochenportion wird nicht einfach durch dieselbe Menge Knochenmehl ersetzt. Die passende Ersatzmenge richtet sich nach dem Mineralstoffgehalt des Produkts und der gesamten Ration.
Zähne im Blick behalten: Bei knochenfreier Fütterung entfällt der mögliche mechanische Reinigungseffekt durch das Kauen auf Knochen. Kontrolliere Zähne und Zahnfleisch regelmäßig und plane geeignete Zahnpflege ein, am besten regelmäßiges Zähneputzen. Harte Knochen und sehr harte Kauwurzeln können Zähne beschädigen und sind keine verlässliche Zahnsteinbehandlung. Vorhandenen Zahnstein tierärztlich beurteilen und bei Bedarf fachgerecht entfernen lassen.
Manche Hunde nagen Fleisch- und Gewebereste vom Knochen ab und lassen den harten Knochen anschließend liegen. Dabei kann die Reibung oberflächliche Zahnbeläge verringern. Versucht der Hund dagegen, den harten Knochen zu zerbeißen oder Stücke zu schlucken, besteht Verletzungsgefahr. Auch beim bloßen Benagen sind Zahnschäden nicht ausgeschlossen.
Auch rohe Knochen können Verstopfung oder einen Verschluss verursachen. Härte, Größe und Fressverhalten sind entscheidend; Aufsicht beseitigt die Risiken nicht vollständig. Bei Schlingen, Zahnproblemen oder schlechter Verträglichkeit sollte eine geeignete Alternative gewählt werden. Erhitzte Knochen werden nicht verfüttert.
Mit rohen fleischigen Knochen (RFK) meinen wir im hier verwendeten Modell ungefähr 50 % Fleisch und 50 % Knochensubstanz. Gemeint sind also weder reine Knochen noch eine Mischung aus Fleisch und Knorpel. Der tatsächliche Fleisch- und Knochenanteil kann je nach Produkt abweichen.
Die vorgesehenen 15 % RFK beziehen sich auf den tierischen Anteil. Im 80/20-Modell sind das 12 % der gesamten Ration – einschließlich des am Knochen enthaltenen Fleisches. Die Berechnung setzt voraus, dass die gesamte Fleischknochenportion einschließlich des Knochens gefressen wird. Wird nur das Fleisch abgenagt und der Knochen bleibt liegen, zählt dieser nicht als aufgenommene Calciumquelle; die fehlende Versorgung muss im Futterplan passend ersetzt werden.
Knorpel ist kein gleichwertiger Knochenersatz: Er enthält deutlich weniger Calcium. Einfach mehr Knorpel zu füttern, ist deshalb keine verlässliche Lösung für die Calciumversorgung. Knochenart, Fleischanteil und Mineralstoffgehalt bestimmen die passende Menge; Calcium und Phosphor müssen insgesamt zur Ration und Lebensphase passen.
Ergänzungen schließen nachgewiesene oder rechnerisch erkennbare Lücken der Ration. Je nach Rezept betrifft das zum Beispiel Jod, Calcium, Vitamin D, Vitamin E, Spurenelemente oder bestimmte Fettsäuren; bei Katzen ist auch Taurin zu berücksichtigen. Es gibt keine allgemeine Einkaufsliste, die zu jedem Fleischmix passt. Zutaten und bereits zugesetzte Nährstoffe zuerst prüfen.
Orientiere dich an der Dosierungsempfehlung auf der Verpackung des jeweiligen Produkts. Beachte dabei die angegebenen Anwendungshinweise.
Bei Schilddrüsenerkrankungen kann ein ernährungskundiger Tierheilpraktiker oder Tierarzt die Futterplanung begleiten. Die Jodzufuhr muss dabei mit der behandelnden Tierarztpraxis abgestimmt sein.
Fisch- und geeignete Algenöle können EPA und DHA liefern. Entscheidend sind deren deklarierte Gehalte und der Bedarf der Ration. Unterschiedliche Produkte sind deshalb nicht automatisch millilitergleich austauschbar. Reines Körperfett als Energiequelle erfüllt eine andere Aufgabe. Öl kühl, lichtgeschützt und nach Herstellerangaben lagern; Vitamin E in der Gesamtplanung berücksichtigen.
Nein. Lebertran liefert zusätzlich besonders relevante Mengen an Vitamin A und D. Diese müssen mit Leber, Fisch und anderen Zusätzen zusammengerechnet werden. Lebertran nicht einfach zusätzlich zu einem vollständigen Supplement geben.
Blutwerte sind eine Momentaufnahme. Um Veränderungen über einen längeren Zeitraum zu beurteilen, können wiederholte Untersuchungen sinnvoll sein. Welche Werte in welchen Abständen kontrolliert werden, richtet sich nach der medizinischen Fragestellung und wird mit der Tierarztpraxis abgestimmt.
Auch wiederholt unauffällige Blutwerte ersetzen keine Rationsprüfung. Sie beweisen nicht, dass alle Nährstoffe langfristig ausreichend und im richtigen Verhältnis gefüttert werden. Dafür müssen die tatsächlichen Zutaten, Mengen und Produktangaben geprüft werden.
Auftauen, Portionieren oder ohne Kühlung verreisen: Hier findest du die passende Routine.
Im Kühlschrank in einem geeigneten Behälter, getrennt von Lebensmitteln für Menschen. Verpackungs- und Auftauhinweise des Herstellers beachten, austretende Flüssigkeit auffangen und sicher entsorgen. Nicht auf der Arbeitsplatte oder in warmem Wasser stehen lassen. Nur die benötigte Portion entnehmen; Fleisch mit Knochen nicht zum Auftauen erhitzen.
Maßgeblich sind die Herstellerangaben, die Verarbeitung und eine durchgehend niedrige Kühlschranktemperatur. Plane kleine Portionen und verbrauche sie zeitnah. Eine allgemeine Zahl von Tagen passt nicht zu jedem Produkt. Unauffälliger Geruch beweist keine Keimfreiheit. Bei unterbrochener Kühlkette oder Zweifeln nicht verfüttern.
Wurde Fleisch nur im Kühlschrank angetaut und durchgehend kalt gehalten, kann es grundsätzlich wieder eingefroren werden. Qualität und Haltbarkeit können dabei leiden.
War das Fleisch längere Zeit warm, ist die Kühlkette unklar oder zeigt die Verpackung eine Aufblähung, darf es nicht wieder eingefroren oder verfüttert werden. Herstellerangaben haben Vorrang.
Berechne zunächst die Mengen aus deinem vollständigen Plan für die gewünschte Zahl von Tagen. Wiege die Zutaten ab, arbeite zügig und halte das Fleisch kalt. Behälter mit Inhalt, Gewicht und Datum beschriften. Ergänzungen nach Produktanleitung entweder in die Mischung oder zur jeweiligen Mahlzeit geben. Kleine Portionen erleichtern später sicheres Auftauen.
Rohes Fleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten. Hände, Arbeitsflächen, Geräte und Näpfe nach Kontakt gründlich reinigen. Rohes Fleisch nicht unter dem Wasserhahn abwaschen, weil Spritzer Keime verteilen können. Futterreste entfernen. Einfrieren macht rohes Fleisch nicht keimfrei; auch gesund wirkende Tiere können Erreger ausscheiden.
Viele Tiere akzeptieren kühles Futter, andere mögen es etwas weniger kalt. Eine Pflicht zur Zimmertemperatur gibt es nicht. Erwärme bei Bedarf nur die kleine, unmittelbar verfütterte Portion schonend, ohne Knochen zu erhitzen. Langes ungekühltes Stehenlassen ist keine gute Lösung.
BARF geht auch unterwegs: Unsere gefriergetrockneten Produkte sind leicht, platzsparend und ohne Tiefkühlung lagerbar – praktisch für Urlaub, Camping oder als Reserve im Reisegepäck. Wähle passende Fleischsorten und Komponenten für deinen Futterplan und beachte die Zubereitungs- und Lagerhinweise des jeweiligen Produkts.
Gefriergetrocknete Produkte für unterwegs entdecken →
Auch der Fleischer vor Ort ist eine Möglichkeit: Für einen gebarften Hund findest du dort häufig frisches, ungewürztes Fleisch einer bereits vertrauten und gut verträglichen Tierart. Frage nach der genauen Zusammensetzung und kaufe nur so viel, wie du sicher kühlen und zeitnah verfüttern kannst. Rohes Schweine- und Wildschweinfleisch gehören nicht in den Napf.
Teste Reisealternativen möglichst vor dem Urlaub. Plane benötigte Ergänzungen und frisches Trinkwasser mit ein: Einzelne Fleischprodukte ersetzen allein noch keine vollständig zusammengestellte Ration.
Für die Umrechnung von Frostfleisch auf gefriergetrocknetes Futter orientierst du dich an den Umrechnungs- und Fütterungsangaben des jeweiligen Produkts. Durch den Wasserentzug wiegt gefriergetrocknetes Futter weniger; die Grammmenge lässt sich deshalb nicht eins zu eins übernehmen. Beachte auch die angegebene Wassermenge zum Einweichen. Der Rechner auf dieser Seite ist für feuchte Frischrationen gedacht und rechnet gefriergetrocknete Produkte nicht automatisch um.
Sie liefern ebenfalls Energie und teilweise relevante Mineralstoffmengen. Notiere Art und Menge und rechne sie in die Gesamtfütterung ein. Große Mengen Snacks dürfen eine vollständig geplante Ration nicht verdrängen. Besonders getrocknete Produkte sind pro Gramm häufig energiereicher als Frischfleisch.
Tierische Nebenprodukte sind Bestandteile geschlachteter Tiere, die nicht als klassisches Muskelfleisch verkauft werden. Dazu gehören je nach Deklaration zum Beispiel Innereien, Blut, Pansen, Haut oder andere Gewebe. Der Begriff allein sagt wenig über Qualität und Nährwert aus. Eine klare Deklaration zeigt, welche Tierart und welche Bestandteile enthalten sind. In einer BARF-Ration übernehmen geeignete Nebenprodukte wichtige Aufgaben.
Vergiftungsverdacht ist ein Notfall: sofort Tierarztpraxis oder tierärztlichen Notdienst kontaktieren, auch ohne sichtbare Beschwerden. Die Liste nennt wichtige Beispiele und ersetzt keine Einschätzung des Einzelfalls.
Sofort die Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst kontaktieren – nicht erst auf Symptome warten. Verhindere weitere Aufnahme, ohne dich selbst zu gefährden. Halte Tierart, Gewicht, Produkt oder Pflanze, ungefähre Menge und Zeitpunkt bereit. Verpackung, Reste oder ein Foto helfen bei der Einschätzung.
Kein Erbrechen auf eigene Faust auslösen und keine Hausmittel geben. Bei Atemnot, Krämpfen, Kollaps oder Bewusstlosigkeit ist unverzügliche Notfallversorgung nötig.
Nutze die Suche oben im Ratgeber, zum Beispiel mit „Xylit“, „Lilien“ oder „Rattengift“. Oder springe zu Lebensmitteln, Pflanzen und Haushalt und Garten.
Fehlt ein Stoff, bedeutet das nicht, dass er unbedenklich ist. Menge, Tierart und Produkt können die Gefahr verändern. Für eine schnelle Einschätzung rufe bei Verdacht direkt die Tierarztpraxis an.
Obststeine, Maiskolben und verschluckte Knochen können im Verdauungstrakt stecken bleiben. Spitze oder scharfkantige Fremdkörper – etwa Dornen, harte stachelige Pflanzenteile oder Holzsplitter – können außerdem die Magen- oder Darmwand verletzen und im schlimmsten Fall durchstoßen.
Obststeine und stachelige Pflanzenteile vor dem Füttern entfernen. Knochen aus gegarten Mahlzeiten gehören nicht in den Napf. Hat dein Tier einen spitzen Gegenstand verschluckt, kontaktiere umgehend eine Tierarztpraxis, auch wenn zunächst keine Beschwerden erkennbar sind.
Die Einträge stützen sich auf das Merck Veterinary Manual, die US-Arzneimittel- und Lebensmittelbehörde FDA, die Tierschutzorganisation ASPCA mit ihrem Tiergiftzentrum und die britische Veterinärarzneimittelbehörde VMD. Die jeweilige Quelle ist direkt beim Eintrag verlinkt; die Fachinformationen sind überwiegend auf Englisch.
Stand: 15. September 2026. Die Liste nennt wichtige Beispiele für Hunde und Katzen, ist aber nicht vollständig.
Achte auch auf Zutaten in Süßigkeiten, Backwaren und Speiseresten. Die betroffene Tierart steht jeweils beim Eintrag.
Theobromin und Koffein können Herz und Nervensystem schädigen. Besonders konzentriert sind Kakaopulver und dunkle Schokolade. Das Risiko hängt unter anderem von Produkt, Menge und Körpergewicht ab.
Koffein kann Vergiftungen auslösen. Halte auch Kaffeebohnen, Kaffeesatz und koffeinhaltige Tabletten außer Reichweite.
Diese Lauchgewächse können rote Blutkörperchen schädigen – roh, gekocht und getrocknet. Katzen sind besonders empfindlich. Die Menge spielt eine Rolle; daraus lässt sich aber keine pauschal sichere Fütterungsmenge ableiten. Beschwerden können verzögert auftreten. Deshalb nicht gezielt verfüttern.
Weintrauben und daraus hergestellte Trockenfrüchte können beim Hund akutes Nierenversagen verursachen. Die Empfindlichkeit ist unterschiedlich. Nach Aufnahme sofort abklären lassen; auch Katzen sollten sie nicht bekommen.
Dieser Süßstoff kann beim Hund eine schwere Unterzuckerung und Leberschäden auslösen. Er steckt beispielsweise in zuckerfreien Kaugummis, Süßigkeiten und manchen Nussmusen. Zutatenliste prüfen; eine Aufnahme ist ein dringender Fall für den tierärztlichen Notdienst.
Macadamianüsse können Schwäche, Erbrechen, Zittern und erhöhte Körpertemperatur auslösen. Diese Vergiftung ist bei Hunden beschrieben. Nicht verfüttern; bei Aufnahme die Menge und das Produkt angeben.
Alkohol kann vergiften. Roher Hefeteig kann im Magen aufgehen und bei der Gärung Alkohol bilden. Auch alkoholhaltige Desserts und ungesicherte Teigschüsseln gehören außer Reichweite.
Bei Nachtschattengewächsen sind Pflanze, Pflanzenteil und Reifezustand entscheidend. Unreife Tomaten, grüne Tomatenpflanzenteile sowie rohe, besonders grüne oder gekeimte Kartoffeln nicht verfüttern. Reife Tomatenfrüchte und gekochte Kartoffeln sind nicht pauschal giftig.
Schimmelpilzgifte können unter anderem Zittern und Krampfanfälle auslösen. Entsorge verdorbene Lebensmittel so, dass Tiere nicht herankommen, und sichere den Kompost. Verschimmeltes Futter nicht durch Entfernen der sichtbaren Stellen weiterverwenden.
Die Giftigkeit hängt von der Pilzart ab und ist für Laien schwer einzuschätzen. Nach Aufnahme eines unbekannten Pilzes sofort die Tierarztpraxis kontaktieren. Ein Foto und sicher aufbewahrte Pilzreste können bei der Bestimmung helfen.
Auch Blumensträuße, Topfpflanzen und Gartenabfälle können gefährlich sein. Diese Auswahl ist keine vollständige Pflanzenliste.
Echte Lilien (Lilium) und Taglilien (Hemerocallis) können bei Katzen lebensbedrohliche Nierenschäden verursachen. Gefährlich sind auch Pollen und Vasenwasser. Bereits bei möglichem Kontakt sofort den tierärztlichen Notdienst anrufen – etwa wenn Pollen am Fell beim Putzen aufgenommen werden könnten.
Oleander enthält herzaktive Giftstoffe. Pflanzenteile können unter anderem Erbrechen und gefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen. Auch abgeschnittene Zweige und Blätter unzugänglich entsorgen.
Eiben enthalten Giftstoffe, die lebensbedrohliche Herzstörungen verursachen können. Halte Tiere von Zweigen, Nadeln und Schnittgut fern. Bei vermuteter Aufnahme sofort tierärztliche Hilfe holen.
Diese Pflanzen können Erbrechen, Durchfall, Schwäche und schwere Herz-Kreislauf-Störungen verursachen. Verhindere das Benagen und die Aufnahme von Pflanzenteilen.
Die Herbstzeitlose enthält Colchicin. Eine Aufnahme kann schwere Vergiftungen bis zum Organversagen verursachen. Nicht mit essbaren Pflanzen verwechseln; bei Verdacht sofort den tierärztlichen Notdienst kontaktieren.
Maiglöckchen enthalten herzaktive Giftstoffe und können gefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen. Sie sind auch für Hunde giftig; die besondere Nierengefahr echter Lilien für Katzen ist davon zu unterscheiden.
Medikamente, Schädlingsmittel und Chemikalien sicher verschließen. Für die Einschätzung sind Produktname und Wirkstoff wichtig.
Schmerzmittel wie Ibuprofen, Naproxen oder Paracetamol können schwer vergiften. Paracetamol ist für Katzen besonders gefährlich. Medikamente niemals ohne ausdrückliche tierärztliche Verordnung geben; auch heruntergefallene Tabletten sofort sichern.
Manche Parasitenmittel für Hunde enthalten Permethrin und dürfen niemals bei Katzen angewendet werden. Katzen dürfen behandelte Hunde nicht ablecken; die Trennung und Wartezeit richten sich nach der Produktanleitung. Bei Kontakt umgehend die Tierarztpraxis anrufen.
Je nach Wirkstoff drohen Blutungen, Nerven- oder Nierenschäden. Auch gefressene vergiftete Nagetiere können eine Gefahr darstellen. Nicht auf Symptome warten: Verpackung oder Wirkstoffangabe für den tierärztlichen Notdienst bereithalten.
Metaldehyd kann schwere Vergiftungen mit Zittern, Krämpfen und Überhitzung verursachen. Bei Aufnahme sofort tierärztliche Hilfe holen. Nicht jedes Schneckenkorn enthält denselben Wirkstoff – die Verpackung hilft bei der Einschätzung.
Ethylenglykol kann lebensbedrohliche Nierenschäden verursachen. Ausgelaufene Flüssigkeit sofort sichern und entfernen. Bei möglicher Aufnahme ist schnelle tierärztliche Behandlung entscheidend; Produktverpackung bereithalten.
Je nach Produkt drohen Reizungen oder Verätzungen, etwa durch stark saure oder alkalische Reiniger. Verhindere Ablecken und Verschlucken. Bei Kontakt die Produktangaben nennen und das weitere Vorgehen sofort tierärztlich abklären; keine eigenen Neutralisationsversuche.
Tabakprodukte, Nikotinbeutel und Flüssigkeiten für E-Zigaretten können Tiere vergiften. Auch benutzte Produkte sicher entsorgen. Bei Verschlucken oder ausgelaufenem E-Liquid mit Tierkontakt sofort die Tierarztpraxis kontaktieren.
Unverdünnte ätherische Öle können bei Aufnahme oder Hautkontakt schaden. Nicht eigenständig ins Futter geben oder auf Fell und Haut auftragen. Das Risiko hängt vom Öl, der Konzentration und der Anwendung ab; Fläschchen gegen Umkippen und Ablecken sichern.
Alltagsfragen klären – und erkennen, wann eine individuelle Untersuchung oder Berechnung nötig ist.
Biete frisches Wasser an und beobachte Allgemeinzustand, Häufigkeit und weitere Symptome. Stelle nicht auf eigene Faust mehrere neue Zutaten, Zusätze oder Hausmittel zusammen. Bei Blut, Schmerzen, wiederholtem Erbrechen, deutlicher Schwäche oder fehlender Wasseraufnahme sofort tierärztlich abklären. Bei jungen, alten oder vorerkrankten Tieren frühzeitig Hilfe suchen. Wiederkehrende oder anhaltende Beschwerden gehören untersucht; eine pauschale Fastenkur ist keine Standardlösung.
Eine größere Knochenmenge kann sehr festen, hellen Kot, Schmerzen oder Verstopfung verursachen. Gib nicht eigenständig weitere Knochen oder Hausmittel.
Beobachte deinen Hund aufmerksam. Bei starkem Pressen ohne Kotabsatz, Schmerzen, Erbrechen, aufgeblähtem Bauch, deutlicher Unruhe oder Teilnahmslosigkeit sollte umgehend eine Tierarztpraxis kontaktiert werden. Diese Warnzeichen sind ein Notfall und gehören tierärztlich abgeklärt.
Nein. Sie ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ration und keine Behandlung jeder Durchfallursache. Ob sie vorübergehend sinnvoll ist, hängt vom Tier und den Beschwerden ab. Eine längere Fütterung ausschließlich mit Suppe oder eine vorgeschaltete Fastenphase sollte nicht pauschal empfohlen werden. Warnzeichen haben Vorrang vor Hausmitteln.
Notiere Zutaten, Mengen und Beschwerden. Eine vermutete Unverträglichkeit ist noch keine gesicherte Allergie. Für eine diagnostische Ausschlussdiät müssen auch Snacks, Kauartikel und Zusätze berücksichtigt werden. Die Auswahl und Dauer werden gezielt begleitet; ein häufiger unkontrollierter Sortenwechsel erschwert die Beurteilung.
Wachstum erfordert eine passende Energiezufuhr und sorgfältig berechnete Mineralstoffmengen. Aktuelles Gewicht, erwartete Größe und Wachstumsverlauf werden berücksichtigt. Ein Erwachsenenrezept mit höherem Prozentwert reicht dafür nicht aus. Nutze einen für das Wachstum berechneten Plan und kontrolliere die Entwicklung regelmäßig.
Nein. Alter allein begründet keine pauschale Umstellung auf 70/30 oder eine Eiweißreduktion. Aktivität, Muskelmasse, Körpergewicht, Zähne und Erkrankungen bestimmen die Anpassung. Bei Gewichtsverlust oder verändertem Appetit sollte zunächst die Ursache geklärt werden.
Das lässt sich nicht allgemein beantworten. Diagnose, Laborbefunde, Medikamente und Krankheitsstadium beeinflussen die geeignete Fütterung. Bitte keine pauschalen Änderungen wie „weniger Eiweiß“, „mehr Knochen“ oder zusätzliche Kräuter vornehmen. Für die Futterplanung kannst du dich an einen ernährungskundigen Tierheilpraktiker oder Tierarzt wenden. Die Ration muss dabei zu den medizinischen Befunden und zur laufenden Behandlung passen und mit der behandelnden Tierarztpraxis abgestimmt sein.
Bei erhöhtem Infektionsrisiko – etwa durch eine Immunschwäche beim Tier oder besonders gefährdete Menschen im Haushalt – sollte eine geeignete gegarte Alternative besprochen werden. Auch wenn dein Tier rohes Futter nicht verträgt, kann eine andere Zubereitung sinnvoll sein.
Nein. Wegen des Risikos der Aujeszkyschen Krankheit wird rohes Fleisch und roher Aufbruch von Haus- und Wildschweinen nicht an Hunde oder Katzen verfüttert. Einfrieren ist dafür keine verlässliche Absicherung.
Tierart, Alter, aktuelles Gewicht und Gewichtsverlauf, Körperzustand, Aktivität, Kastration, bisherige Tagesration einschließlich Snacks sowie genaue Produktnamen und Ergänzungen. Bei Beschwerden zusätzlich Beginn und Verlauf, Diagnosen und Medikamente. Damit lässt sich eine konkrete Frage wesentlich besser beantworten. Akute Notfälle bitte direkt mit einer Tierarztpraxis klären.